WORT AN DIE GEMEINDE

ein paar schöne Tage noch, ein wenig goldener Herbst, letzte warme Sonnenstrahlen und dann geht sie wieder los: die graue, nasse, neblige, dunkle Zeit. Vielen Menschen schlägt sie auf das Gemüt und drückt die Stimmung nieder. Und auch wer sonst ein eher fröhlicher und optimistischer Mensch ist, hat mitunter gegen ein Gefühl der Lustlosigkeit zu kämpfen. Wenn die Tage kürzer werden, spricht man auch vom Novemberblues. Medizinisch betrachtet steigt in der dunklen Jahreszeit der Melatoninspiegel und sein Gegenstück Serotonin sinkt. Dies löst bei einigen Menschen dann eine trübsinnige Stimmung aus. Gründe zum Trübsinnigwerden finden sich viele. Es kann jeder sein Lied davon singen. Vom Ärger über die Kinder oder den Partner, vom Unmut über die Gesellschaft, von Sorge über die Zustände in der Welt und in der Natur, vom Unbehagen, was Corona in der vierten Welle noch abverlangen wird. Die Jahreszeit verstärkt das alles noch. Der Novemberblues wird laut.
Doch es gibt noch andere Musikrichtungen und Lieder. Lieder, die, in einem Zustand der Traurigkeit und Niedergeschlagenheit geschrieben, von einer Hoffnung singen. In unser Gesangbuch haben viele solcher Lieder Eingang gefunden, Paul Gerhardt war darin ein Meister. Oder denken wir nur an das Lied „In dir ist Freude in allem Leide“. Mir ist dazu ein Lied in den Sinn gekommen, eigentlich nur eine Liedzeile. Kein Gesangbuchlied, keines mit kirchlichen Bezug, die Zeile herausgenommen aus dem Zusammenhang. Ein Lied von Udo Lindenberg: „Hinterm Horizont geht's weiter, ein neuer Tag, hinterm Horizont immer weiter, zusammen sind wir stark!“ Udo Lindenberg verarbeitet in diesem Lied den frühen Tod einer Freundin und verwendet dabei ein für mich großartiges Bild. Ein Bild der Hoffnung, dass es weitergeht, dass das Jetzt nicht der endgültige Zustand ist. Hinterm Horizont geht’s weiter, die Dunkelheit der eigenen traurigen Gedanken und Gefühle bleibt nicht. Ein neuer Tag mit neuem Licht, mit hellen Gedanken und neuer Freude kommt nach dunklen Zeiten. Ja, keiner weiß, wie lange die Nacht andauert, aber die Hoffnung leuchtet hinterm Horizont. Nein, besser noch, sie leuchtet am Horizont. In die graue, nasse, neblige, dunkle Jahreszeit, in die trübsinnigen Gedanken und ohnmächtigen Gefühle fällt schon jetzt der Strahl des Lichtes aus der Krippe. Von dem Kind, das zum Licht der Welt wird und uns begleitet in den dunklen und hellen Tagen, als Tröster, Helfer, Mahner, als Heiland. Mit ihm zusammen sind wir stark.
Pfarrer Michael Ramsch 

RUCKSÄCKE PACKEN FÜR TANSANIA

Bereits zum sechzehnten Mal sollen für die Schulanfänger in unserem Partnerkirchenbezirk in Meru in Tansania Rucksäcke gepackt werden, in denen sich alle wichtigen Dinge für den Schulalltag befinden:
Schreib- und Rechenhefte, Bleistifte, Radiergummi, Spitzer, Lineal, aber auch Tasse, Teller, Löffel und ein kleines Handtuch für das Mittagessen. Da wollen wir auch wieder mitmachen. 400 Rucksäcke wollen wir beitragen, sie werden zum großen Teil von den Kindern der Christenlehren und in den Grundschulen und Kindergärten gepackt. Ein Rucksack incl. Transport kostet 20 Euro. Ihre Spende dafür können Sie in den Kirchen in die blauen Rucksäcke am Ausgang, bei der Christenlehre oder in den Verwaltungsstellen unseres Kirchspiels abgegeben.
In Hochkirch können die Rucksäcke wie üblich erworben und dann selbst gepackt werden. Wir freuen uns auf fleißige Packer und großzügige Spender! 

ALLE JAHRE WIEDER KOMMT DAS CHRISTUSKIND
Vorbereitung für den Lebendigen Adventskalender

Nun ist es Herbst geworden und bald beginnt wieder die dunkle und doch lichte Adventszeit. Wir wollen auch in diesem Jahr wieder Türen am Lebendigen Adventskalender öffnen - wie genau, das wissen wir auch noch nicht so recht, aber wir würden uns freuen, wenn es wieder viele Türöffner gibt, die bereit sind mitzumachen. Wer sich an der Gestaltung des Lebendigen Adventskalenders beteiligen möchte, der melde sich bitte bis 5. November bei Franziska Zieschang

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